Gottesdienste

9.5.2021 Sonntag Rogate

Zallmsdorf 8.30 Uhr (M. Schollmeyer)

Kropstädt 10 Uhr (M. Schollmeyer)

Mellnsdorf 08.30 Uhr (Ute Schollmeyer)

Feldheim 10.00 Uhr (Ute Schollmeyer)

Christi Himmelfahrt 13. Mai 2021

Steinkreis im Skulpturenpark Bülzig 10 Uhr (M. Schollmeyer)

Sonntag Exaudi 16. Mai 2021

Külso 8.30 Uhr (M. Schollmeyer)

Leetza 10 Uhr (M. Schollmeyer)

Schwabeck 08.30 Uhr (Ute Schollmeyer)

Blönsdorf 10.00 Uhr (Ute Schollmeyer)

Während der Zeit des Corona-Interims haben wir die geltenden Regeln der Landkreise und die Eindämmungsverordnungen der Länder Sachsen-Anhalt bzw. Brandenburg zu beachten und folgen deshalb den von der Landeskirche in Mitteldeutschland erlassenen Rundverfügungen. Somit ist ein Mund-Nasenschutz auch im Kirchenraum verpflichtend. Sorry – es geht in der nächsten Zeit wohl nicht anders.

HERZLICH WILLKOMMEN

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Betrachtungen zu Psalm 25,15

Ein Stöckchen im Schnee. – Meine Augen sehen stets auf den Herrn.
Totes Holz, gezeichnet vom Leben. – Meine Augen sehen stets auf den Herrn. Käfer haben ihre Spuren hinterlassen. – Meine Augen sehen stets auf den Herrn.
Ein Zweig, gefallen und abgebrochen. – Meine Augen sehen stets auf den Herrn.
Licht und Schatten auf Holz und Schnee. – Meine Augen sehen stets auf den Herrn.
Sanfte Wellen, kleine Hügel, zarte kleine Flocken, keine der anderen gleichend. – Meine Augen sehen stets auf den Herrn.
Noch ehe das Zweiglein brach, dessen Zeit gekommen, hat anderes im frischen Schnee schon Spuren hinterlassen. Ein Hase vielleicht. – Meine Augen sehen stets auf den Herrn.
Im Bild ist das Leben festgenagelt, ein Wimpernschlag der Zeit.
Meine Augen haben die Kraft hindurchzuschauen und zu sehen über den Rand der Zeit. Mit Blicken den Schnee zu schmelzen und darunter die Erde zu ertasten, Sandkorn um Sandkorn, Krume um Krume sich verwandelnden Lebens aus gefallenen Blättern, Früchten, Samen, Zweigen.
Meine Augen haben die Kraft zu riechen, den Duft des Holzes, des Schnees und der Erde, die mit dem Schnee verschmolzen ist.
Meine Augen haben die Kraft zu sehen, den Duft der Kräuter, die aus dem Dunkel hervorbrechen, den Duft des Honigs, den die Bienen aus den Blüten der Kräuter sammeln.
Meine Augen können den Blick schweifen lassen durch Raum und Zeit.
Im Blick auf einen gebrochen Zweig finden sie IHN in der Tiefe von Schatten und Licht auf dem Boden. Meine Augen hören, wie aus Dingen Zeichen werden, Buchstaben, Worte, Schrift, die festhalten und festnageln und zugleich neue Räume erschließen.
Aus Holz, Schnee, Licht und Schatten zeichnet sich ein Kreuz. Ein Kreuz, an dem alles Leid hängt. Ein Kreuz, über dem es dunkel wird. Ein Kreuz, das entsteht aus dem Wechsel von Schatten und Licht. Eine Wolke schiebt sich vor die Sonne und der Ast ist ein Ast. Die Wolke flieht, die Sonne schmilzt den Schnee und Neues bricht hervor. Am Anfang war das Licht. Und sie kamen zum Grab sehr früh, noch ehe die Sonne aufging. Ich bin, sagt ER, das Licht. Ihr seid das Licht. Wandelt als Kinder des Lichts.
Meine Augen sehen sie wandeln, die Brüder und Schwestern, die im Dunkel singen: Oculi mei semper ad Dominum – Meine Augen sehen stets auf den Herrn. Meine Augen wissen: ER zieht meine Füße aus der Schlinge und ich kann wandeln in Zeit und Ewigkeit. 

Es grüßt Sie herzlich Ihre Pfarrerin Ute Schollmeyer