Gottesdienste

St. Marien Zahna

9. Sonntag nach Trinitatis 1. August 2021
Bülzig 10 Uhr (M. Seifert)

Mittwoch 4. August 2021
Zahna 21 Uhr – Taizé-Andacht (M. Weigert)

10. Sonntag nach Trinitatis 8. August 2021
Zallmsdorf 8.30 Uhr / Kropstädt 10 Uhr (M. Schollmeyer)

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Während der Zeit des Corona-Interims haben wir die geltenden Regeln der Landkreise und die Eindämmungsverordnungen der Länder Sachsen-Anhalt bzw. Brandenburg zu beachten und folgen deshalb den von der Landeskirche in Mitteldeutschland erlassenen Rundverfügungen.

HERZLICH WILLKOMMEN

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Von der Taufe

Mosaik aus Ravenna (5.Jahrhundert)

Am 6. Sonntag nach Trinitatis (11. Juli 2021) wird die Kirche an die Taufe erinnern. Von uralten Waschungszeremonien der Völker her strömt unserem christlichen Ritus viel von seiner Kraft zu – später versucht man zusätzlich, das Taufmysterium mit klugen Theorien zu verbinden und zu schmücken. Und das gelingt auch! Richtig vollzogen wird die Taufe des Einzelnen auf diese Weise auch zum unvergesslichen Akt selbst gewollter und dadurch geschenkter Lebenswende. Am Anfang ist es nur ein einziger rauer Mann gewesen, der am Jordanfluss provisorisch die Bußtaufe praktizierte – Johannes. Bald aber schon sind es mit schimmernden Gewändern bekleidete Priester in mosaikbesetzten achteckigen Baptisterien. Auch blutige Kriege werden um die Bedeutung der hohen Wasserfeier geführt. Die Taufe wurde und blieb deshalb wohl zu allen Zeiten Mär­ty­rern Prüf­stein eigenen Mutes. Bis die Taufe im 19. Jahrhundert schließlich sogar Fremden Billett zur bürgerlichen Gesellschaft und zu hohen Ämtern wird, ist es noch ein weiter Weg. Schließlich – als die Taufe nur noch landeskinderliche Pflicht geworden zu sein schien, begannen viele ihren Wert nicht mehr zu verstehen und zu verachten. 

Trotz aller beklagenswerten Verdunstungserscheinungen, die in der Hitze unseres so albern gewordenen Konsumzeitalters dem ehemaligen Volkskirchentum gegenwärtig die Weiterexistenz so schwer machen, entdecken manche gerade jetzt ihre eigene Taufe neu. Sie besuchen etwa ihre Heimatkirche, lassen sich dort die Tür aufschließen und treten scheu und gerührt an den alten Taufstein. Berühren sein Achteck und sagen dabei halblaut: „Ich bin getauft!“

Die christliche Taufe ist gut, macht gut und tut gut. Wer sich, seine Kinder oder Enkel taufen lässt, sagt „Ja“ zu einem freundlichen Gott, den die Kirche als „Guten Hirten” vorstellt. Zudem, – wer sich aus wirklich freien Stücken taufen lässt, sagt den finsteren Mächten ab. Wer die Mächte der Finsternis sind? Alle die den guten Hirten verspotten, von dem das Wort überliefert ist: „Geht hinaus in die Welt, und macht die Völker zu Jüngern. Tauft sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes und helft ihnen zu beherzigen, was ich euch vorgelebt habe.“