… Gleichnis von viererlei Ackerfeld

Am Feiertag zum Fest wallt miteinander
das Volk. Man kam aus Stadt und kam vom Land.
Sie schauten Jesus bittend an, da wand er

sich ihnen zu und winkte mit der Hand.
Man schwieg sogleich, den Meister zu vernehmen
von Gott im Gleichnis – alles hört gespannt.

„Ein Sämann wollte neulich sich bequemen,
zu streuen edle Körner auf das Feld.
Indem er säte, kam es zu Problemen,

wie überall in unsrer weiten Welt.
Manch Korn fiel auf den Weg und ward zertreten
als Fraß den Vögeln unterm Himmelszelt.

Auf Felsengrund fiel andres ungebeten,
ging auf, vertrocknete und gab kein Brot.
Nicht Wurzel fand sich ihm auf dem Planeten –

noch andres stürzt in wilder Hecken Not.
Die Qual war groß – die Dorne triumphierte
und bog den Sämling um zu bittrem Tod“

Ach, wie der Hörer Menge das berührte,
als Jesus sie ins Reich des Landbaus führte.

„Hört nun die Rettung aus prekärer Lage –
die frohe Botschaft von dem guten Land:
Ein Weizenkorn zum Glück, dass man nicht klage,

ging auf und brachte goldne Frucht zustand,
wird immer weiter reife Ähren tragen,
vier Äcker gibt es: Weg, Feld, Fels und Rand.

Wer Ohren hat, der höre auf mein Sagen!
Der Same nämlich, – das ist Gottes Wort.
Gestein jedoch wird niemals Ähren tragen

und was im Weg liegt – Satan reißt es fort.
Auch mag es zwischen Dornen nicht gedeihen,
verkümmern muss es unter ihnen dort –

das müssen wir bedauernd wohl verzeihen …
Ihr Hörer aber auf dem guten Beet,
seid jene, die Aufmerksamkeit mir leihen!

Wer hört, vernimmt, behält es und versteht.
Und dann, aus einem feinen guten Herzen,
erwächst die Frucht. Geduldig im Gebet.

Es ist mir ernst. Ich täusche nicht mit Scherzen!“
Da jubeln sie ihm zu. Trotz aller Schmerzen.